Mark Seliger wurde 1959 in Amarillo, Texas, geboren, wo er mit seinen Eltern Maurice und Carol Lee sowie seinen beiden älteren Brüdern und seiner jüngeren Schwester lebte, bis die Familie 1964 nach Houston umzog.
Seligers Interesse für die Fotografie wurde geweckt, als sein Bruder Frank ihm versprach, ihm seinen Diana-Fotoapparat zu schenken, sollte es ihm gelingen, in der Little-Baseball-League einen Punkt zu erzielen. Den Punkt schaffte Mark zwar nicht, aber er konnte eine Base stehlen (nachdem er vom Pitcher an der Schulter getroffen worden war), und so wurde der Fotoapparat sein Eigentum. Die Dunkelkammer wurde bald zu seiner ersten Liebe: Zu Hause übte er das Entwickeln und Drucken.
Mark besuchte die Schule für Visuelle Kunst in Houston und studierte anschließend an der East Texas State University. Durch das Studium der Geschichte der Dokumentarfotografie konnte er sich dort umfassende Kenntnisse aneignen.
1984 zog Seliger nach New York.
1987 begann er auf begrenztem Niveau mit dem Rolling Stone zusammenzuarbeiten, und wurde 1992 zum Chief-Photographer. Während seiner Arbeit beim Rolling Stone produzierte Seliger über 125 Titelbilder und ging eine bedeutende Kooperation mit dem Design-Director Fred Woodward ein, die bis heute anhält. Zusammen führten sie Regie bei zahlreichen Musikvideoclips für namhafte Künstler wie Willie Nelson, Lenny Kravitz und Elvis Costello.
2002 wechselte Seliger vom Rolling Stone zur Condé-Nast-Gruppe, bei der er heute noch unter Vertrag steht. Häufig fotografiert er auch für Vogue Italia, L’Uomo Vogue und Vogue Deutschland.
2006 gründete er zusammen mit Brent Langton 401 Projects: Dabei handelt es sich um einen Non-Profit-Ausstellungsraum rund um die Fotografie.
Seliger ist weiterhin der Dunkelkammer zugetan, und verwendet auch für großformatige Drucke das Platin-/Palladiumdruckverfahren. Seine Werke sind in Museen und Galerien in aller Welt zu sehen.
Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, u. a.: Mark Seliger: The Music Book (teNeues, 2008), In My Stairwell (Rizzoli, 2005), Lenny Kravitz/Mark Seliger (Arena, 2001), Physiognomy (Bullfinch, 1999) und When They Came to Take My Father – Voices from the Holocaust (Arcade, 1996).
Viele namhafte Jurys zeichneten Seligers Werke mit zahlreichen Preisen aus, u. a. The Society of Publication Designers, The Alfred Eisenstaedt Award, Communication Arts, American Photography und Photo District News. Im vergangenen Herbst erhielt er den namhaften Lucie Award for Outstanding Achievement in Portraiture.
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