Annie Leibovitz ist die bekannteste und meistgeschätzte lebende Fotografin. Seit über 30 Jahren zieren ihre originellen, ironisch angehauchten Porträts die Titelblätter vieler Zeitschriften. Geboren wurde Annie Leibovitz am 2. Oktober 1949 in Waterbury, Connecticut. Ihr Vater war Berufsoffizier bei der Luftwaffe, und so verbrachte Annie ihre Kindheit auf verschiedenen Militärstützpunkten. Noch während ihres Studiums der Malerei am San Francisco Art Institute besuchte sie Abendkurse in Fotografie und begann 1970, für die Zeitschrift Rolling Stone zu arbeiten.
1973 wurde sie Cheffotografin des Rolling Stone und in den 10 Jahren, die sie für die Zeitschrift tätig war, fotografierte sie 142 Titel und unzählige Reportagen, u. a. über den Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon und die Rolling-Stones-Tournee 1975. Anfang der 80er Jahre galt Leibovitz als wichtigste Fotografin der Rockszene und aufmerksame Beobachterin des sozialen Umfelds.
Als sie 1983 begann, mit dem neu lancierten Magazin Vanity Fair zusammenzuarbeiten,
erweiterte Annie Leibovitz ihre Themenbereiche und half der Zeitschrift, sich als maßgebliches
Organ im (Show-)Business zu etablieren.
1993 startete Annie Leibovitz ihre Zusammenarbeit mit Vogue. Sie nahm Porträts und Titelbilder auf, ließ sich aber auch auf die Modewelt ein und fotografierte Couture-Kollektionen. Neben ihrer Verlagsarbeit betreute Annie Leibovitz fotografisch auch einige bedeutende Werbekampagnen, u. a. für American Express, Gap, Givenchy, The Sopranos und Milk Board. Sie war für viele Künstlergruppen tätig, darunter das American Ballet Theatre, The Brooklyn Academy of Music, The Mark Morris Dance Group, und auch für Mikhail Baryshnikov.
Ihre exzellente Arbeit brachte ihr wichtige Anerkennungen ein, wie die Barnard College Medal
of Distinction und The Infinity Award in Applied Photography, mit dem sie vom International Center
of Photography ausgezeichnet wurde. 2006 verlieh die französische Regierung der Fotografin den
Titel Commandeur dans l’Ordre des Arts et des Lettres. Ein Jahr zuvor wurde Annie Leibovitz von der
American Society of Magazine Editors, die die 40 besten Titel der letzten 40 Jahre prämierte,
sowohl mit dem ersten Preis (Foto von John Lennon und Yoko Ono, aufgenommen für den Rolling Stone
am Tag von Lennons Ermordung) als auch mit dem zweiten Preis (die schwangere Demi Moore für Vanity
Fair) ausgezeichnet.
Die Library of Congress kürte Annie Leibovitz zur Living Legend. Die Fotografin lebt mit ihren drei Töchtern Sarah, Susan und Samuelle in New York.
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