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DIE ERNTE

Mit der Ernte der Kaffeekirschen (also der Früchte des Coffea arabica oder des Coffea canephora) beginnt die lange Reise des Kaffees. Picking und Stripping sind die beiden meistverbreiteten Erntemethoden.

Das Picking (Abzupfen): In Handarbeit werden die Kaffeekirschen vom Strauch geerntet. Dabei wird darauf geachtet, dass nur vollkommen ausgereifte Früchte gepflückt werden. Auf diese Weise erhält man eine homogene und qualitativ gute Ernte.

Das Stripping (Abstreifen): Bei dieser Methode werden alle Kirschen in einem Durchgang entweder maschinell oder von Hand gepflückt. Die Ernte muss anschließend sortiert werden, denn zusammen mit den ausgereiften Kaffeekirschen werden auch unreife und schon fermentierte Früchte gepflückt.

Die Kaffeeaufbereitung

Nach der Ernte erfolgt die Aufbereitung der Kaffeefrüchte. Dabei werden Fruchtfleisch und Haut der Kirschen entfernt, sodass nur die Bohnen übrig bleiben. Diese werden Von den Erntezentren gelangen die Früchte zur Aufbereitungsphase, wo die Bohnen durch die Entfernung von Fruchtfleisch und Haut aus den Früchten herausgelöst werden. Am Ende dieses Prozesses können die Kaffeebohnenentsprechend gemäß den handelsüblicheren internationaleren Typologien klassifiziert werden. Die Experten im Lavazza Qualitätslabor wenden hierbei ein äußerst strenges Kontroll- und Verkostungsverfahren an, das garantiert, dass der Rohkaffee stets dieselbe hochwertige Lavazza Qualität besitzt.

Zunächst wird überprüft, ob die einzelnen Sorten mit den Lavazza Qualitätsstandards übereinstimmen. Eine rigorose Standardisierung ist wichtig, um eine homogene Endmischungen zu erhalten.

Es gibt drei verschiedene Aufbereitungsverfahren.

1.   Mittels der nassen Aufbereitung, die bei den hochwertigsten Kaffeesorten angewendet wird, erhält man ein Produkt, das als „gewaschener“ Kaffee oder als „mild“ klassifiziert wird. Dieser Kaffee besitzt ein einheitliches und makelloses Aussehen. Die nasse Aufbereitung erfordert reife Kirschen mit homogener Konsistenz: Die Früchte werden von einer Maschine geschält, wobei die Haut (Exokarp) von der Bohne getrennt wird. Nach erfolgter Trennung kommen die Bohnen zur Fermentation ein bis zwei Tage in ein eigens dafür bestimmtes Wasserbecken. Sobald die Bohnen vom Fruchtschleim getrennt wurden, werden sie gewaschen und in der Sonne oder in mechanischen Trockenapparaten bei einer Temperatur zwischen 45 und 60° C gedörrt. Nach diesem Vorgang sind die Kaffeebohnen noch von einigen Schutzhäuten umhüllt (Pergamenthaut und Silberhäutchen), die mit einer Schälmaschine entfernt werden. Die so von ihrer Hülle befreiten grünen Kaffeebohnen können nun in gut belüfteten Räumen gelagert werden.

2.   Mithilfe der trockenen Aufbereitung erhält man so genannte „natürliche“ Kaffees, die nicht sehr einheitlich aussehen. Die Früchte werden direkt nach der Ernte in dünnen Schichten ausgebreitet und zwei oder drei Wochen an der frischen Luft belassen. Erst durch die Sonnen-,und anschließend durch Maschineneinwirkung werden die Bohnen sowohl vom Fruchtfleisch als auch von den beiden Schutzhäuten befreit.

3.    Im Vergleich zum nassen Verfahren zeichnet sich die halbtrockene Aufbereitung durch einen wesentlich geringeren Wasserverbrauch aus. Dabei werden die Kirschen von einer besonderen Maschine geschält, die sowohl die Haut (Exokarp) als auch das Fruchtfleisch (Mesokarp) entfernt, wodurch die Fermentierungsphase umgangen wird. Die Kaffeebohnen werden dann an der Sonne oder in Trockenapparaten getrocknet.

Im Anschluss an die Aufbereitung werden die Kaffeebohnen manuell durch Siebe mit verschiedenen Durchmessern oder automatisch mit spezifischen Maschinen sortiert und kalibriert.

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